Melanie Bergermann, Volker ter Haseborg

Die Wirecard-Story

Die Geschichte einer Milliarden-Lüge
Cover: Die Wirecard-Story
Finanzbuch Verlag, München 2020
ISBN 9783959724159
Gebunden, 272 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Der Fall Wirecard ist der wohl spektakulärste Betrugsfall der deutschen Wirtschaftsgeschichte. 1,9 Milliarden Euro - der Unternehmensgewinn aus mehr als fünf Jahren - sind nicht da. 20 Milliarden Euro Börsenwert - vernichtet. Der ehemalige Konzernchef Markus Braun kam in Untersuchungshaft, Ex-Vorstand Jan Marsalek gelang eine filmreife Flucht. Was bleibt, ist die Geschichte eines Zahlungsabwicklers, der als kleiner Dienstleister für die Pornoindustrie begann, doch schon bald die Schmuddelecke hinter sich lassen und mit namhaften Geschäftspartnern traumhafte Gewinne erzielen sollte. Tatsächlich war Wirecard ein Unternehmen, in dem ein dubioser Deal auf den nächsten folgte. Wirecards Geschichte - sie war zu schön, um wahr zu sein. Von Anfang an. Aufseher, Ermittler und Wirtschaftsprüfer sind blamiert, doch nicht nur das: Der Fall Wirecard ist eine Niederlage für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Wie konnte das passieren?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.2020

Rezensent Sven Astheimer hält es für riskant, mitten im laufenden Verfahren über den Wirecard-Skandal zu schreiben. Das Buch der Journalisten Melanie Bergermann und Volker ter Haseborg liest er dennoch mit Gewinn, da die Autoren das Unternehmen als Mitarbeiter der "Wirtschaftswoche" schon lange kennen und umfangreiches Material gesammelt haben. Den Fall Wirecard kann Astheimer mit dem Buch tatsächlich besser verstehen. Die Chronik vom Aufstieg und Fall der Fintech-Firma, vor allem aber die Gespräche, die die Autoren mit Verantwortlichen geführt haben, geben Astheimer einen Eindruck von den "windigen" Geschäftsbeziehungen und -praktiken von Wirecard. Gute Recherche und ein Kommunikationsberater, der das Schweigen bricht, machen die Lektüre für Astheimer spannend.
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