Dan McCrum

House of Wirecard

Wie ich den größten Wirtschaftsbetrug Deutschlands aufdeckte und einen DAX-Konzern zu Fall brachte
Cover: House of Wirecard
Econ Verlag, Berlin 2022
ISBN 9783430210645
Gebunden, 464 Seiten, 25,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Thomas Stauder, Sigrid Schmid, Violeta Topalova, Karsten Petersen, Hans-Peter Remmler. Niemand kann diese Geschichte so erzählen wie derjenige, der sie aufgedeckt hat. Der Financial-Times-Journalist Dan McCrum hat getan, wofür eigentlich Wirtschaftsprüfer und Finanzaufsicht zuständig sind: Er hat den größten Betrug der DAX-Geschichte aufgedeckt. Die Geschichte klingt filmreif: Wirecard, neben SAP das einzige deutsche Tech-Vorzeigeunternehmen, wird gehypt und übertrifft sogar den Börsenwert der Deutschen Bank. Der bargeldlose Zahlungsverkehr von Onlinegeschäften und Kreditkarten scheint ein überzeugendes Geschäftsmodell, eine Banklizenz eröffnet weitere Möglichkeiten.  Aufgrund der kritischen Berichterstattung von Dan McCrum erstattet die deutschen BaFin, wegen des Verdachts auf Aktienmanipulation, Anzeige gegen ihn und eine Financial-Times-Kollegin. Als die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young feststellt, dass fast zwei Milliarden Euro auf philippinischen Treuhandkonten gar nicht existieren, stürzt die Aktie des Konzerns innerhalb von wenigen Tagen von € 104 auf € 1,28. In kürzester Zeit verbrennen im zweitgrößten Kursrutsch der DAX-Geschichte Milliarden Euro, Tausende von Anlegern verlieren ihr Geld. Wirecard-Chef Markus Braun muss in Untersuchungshaft, sein Vorstandskollege Jan Marsalek flüchtet,. Der Bundestag setzt einen Untersuchungsausschuss ein, in dem auch Dan McCrum gehört wird. BaFin-Chef Felix Hufeld muss gehen, auch Hubert Barth, Deutschland-Chef von Ernst & Young, verliert seinen Posten. Dan McCrums Buch erzählt die rasante und filmreife Story von Mitwissern und Helfern, Geheimagenten und Kriminellen aus seiner ganz außergewöhnlichen Sicht, denn er ist selbst Teil dieser unglaublichen, aber wahren Geschichte.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.06.2022

Rezensent Henning Peitsmeier liest den Bericht über den Fall Wirecard des Investigativjournalisten Dan McCrum wie einen Krimi. Bei der sehr persönlichen Schilderung seiner Recherche, seiner Zweifel und seines schließlichen Triumphes führt der Autor den Leser laut Peitsmeier hinter die Kulissen der Story um den Aufstieg und Fall des Zahlungsdienstleisters. Wie ein Kartenhaus stürzt das System Wirecard vor den Augen des Lesers zusammen, erklärt der Rezensent. Und wenn der weiterhin flüchtige Manager Jan Marsalek dem Autor zehn Millionen Euro Schweigegeld anbietet, fiebert Peitsmeier mit. Für den Rezensenten das mit Abstand beste Buch zum Thema.
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