3,5 Millionen Menschen kamen in den neunziger Jahren aus Russland nach Deutschland, geleitet durch die Hoffnung auf ein besseres Leben. Seither hat sich eine vielfältige und lebendige Szene aus russischen Kindergärten und Schulen, Sport- und Kulturvereinen, Anwaltskanzleien, Banken, Supermärkten, Bars und Diskos gebildet, in der es eigene Sitten und Regeln und sogar ein eigenes Idiom gibt, das "Russki Deutsch". Ob Datscha-Party, traditioneller Bardenklub oder die "Landsmannschaft der Russen in Deutschland" - dieses Buch zeigt alle Facetten des neuen deutsch-russischen Lebens.
Ein spannendes Paralleluniversum hat dieses Buch Rezensentin Stefanie Flamm erschlossen, das der in die Bundesrepublik eingewanderten Deutschrussen nämlich und ihr nahezu fiktives Verhältnis zur deutschen Identität, das durch großen Nationalstolz geprägt sei. In den besten Passagen des Buchs hat die Rezensentin der Autorin höchst interessiert über die Schulter geschaut, wie sie sich immer weiter vorkämpft in das enorme Soziotop, in blitzsaubere Neubauwohnungen ebenso wie in die Justizuvollzugsanstalt Adelsheim. Manche Stationen allerdings fand sie durchaus verzichtbar. Am meisten können sie Schilderungen von Einzelschicksalen beeindrucken.
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