Michael Frayn

Gegen Ende des Morgens

Roman
Cover: Gegen Ende des Morgens
Dörlemann Verlag, Zürich 2007
ISBN 9783908777304
Gebunden, 317 Seiten, 21,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Miriam Mandelkow. Fleet Street, Ende der sechziger Jahre. John Dyson, Leiter der Abteilung für das Kreuzworträtsel und Vermischte Meldungen, träumt von Fernsehruhm und dem Leben eines Gentleman, als sich ihm eines dämmrigen Morgens endlich seine große Chance bietet.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.2007

Das ist Michael Frayns Erstling, erinnert Felicitas von Lovenberg, und es spricht ihrer Meinung nach einiges für den Autor, dass sich sein endlich ins Deutsche übertragene Debüt auch nach vierzig Jahren noch so munter und herzhaft liest. Den Langzeittest hat Frayn deswegen mit Bravour bestanden, erklärt sich die Rezensentin dies, weil seine Darstellung zweier beschaulicher Redakteursexistenzen, die durch einen neuen ehrgeizigen Journalistentypus empfindlich gestört werden, damals nachgerade "prophetisch" war. Schon in seinem Debüt zeigen sich alle Vorzüge Frayns, vermerkt Lovenberg, von der Situationskomik bis zum dialogischen Talent, und so kann sie diese "zärtliche Persiflage" auf das Geschäft mit der Druckerschwärze auch im digitalen 21. Jahrhundert unbesorgt zum Lesen empfehlen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 27.10.2007

Als "souveränes Stück moderner englischer Literatur" begrüßt Rezensent Martin Zähringer die deutschsprachige Erstausgabe dieses vierzig Jahre alten Insider-Romans aus der Londoner Zeitungsmeile Fleet Street, der aus seiner Sicht eine immer noch lohnende Lektüre ist, obwohl die Fleet-Street als Zeitungsstraße längst heute keine Rolle mehr spielt Denn nicht nur, dass es der Rezensent äußerst genüsslich findet, in unseren digitalen Zeiten noch mal sinnliche Druckerschwärze zwischen den Zeilen zu riechen. Auch in die Atmosphäre männlicher Journalistenkollegialität lässt er sich noch mal außerordentlich gern versetzen. Dass Michael Frayn sein Buch mit "Herzblut" geschrieben hat, rechnet der Rezensent ihm ebenfalls hoch an und bescheinigt dem Roman, das auf Frayns eigenem "intimen Einblick" in die Journalistenszene beim Observer und beim Guardian beruht, einen ambitionierten, gepflegt literarischen Stil. Auch die Übersetzung lasse "keine Wünsche offen".

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