Aus dem Englischen von Heinz Jatho. Adolph Menzel (1815-1905) war einer der bedeutendsten deutschen Künstler des 19. Jahrhunderts. Michael Fried zeigt in seinem reich illustrierten Buch, daß Menzel nicht nur einer der größten Maler und Zeichner seines Jahrhunderts war, sondern zugleich ein Meister des Realismus, dessen Werk sich intensiv mit einem breiten Spektrum von Fragen aus Kunst, Wissenschaft und Philosophie auseinandersetzt. Fried vergleicht Menzel mit zwei anderen großen realistischen Künstlern des 19. Jahrhunderts, Courbet und Eakins. Er analysiert Gemälde, Zeichnungen und Drucke aus allen Stadien von Menzels langer Karriere und zeigt, daß die genuine Qualität seines Realismus in dem Bestreben zu finden ist, eine multisensorische, ganz und gar körperliche Beziehung zwischen dem Menschen und dem Universum der Gegenstände, Werkzeuge und Situationen herzustellen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.03.2008
Einen positiven Gesamteindruck hat Michael Frieds Studie über Adolph von Menzel bei Rezensent Andreas Strobl hinterlassen, auch wenn er einige Punkte zu kritisieren hat. Er schätzt den Autor als herausragenden Kunstwissenschaftler und bescheinigt ihm, auch bei einem von der Forschung überaus intensiv behandelten Maler wie Menzel neue Perspektiven zu eröffnen. Instruktiv scheint ihm etwa, wie der Autor Menzel mit seinen Zeitgenossen Degas, Courbet oder Thomas Eakins in Beziehung setzt. Lobend hebt er die Herausarbeitung der Körperlichkeit in Menzels Kunst hervor. Unterbelichtet bleibt in seinen Augen dagegen Menzel als Erfinder, und auch die Konkurrenz von Malerei und Fotografie findet er etwas pflichtschuldig abgehandelt. Sein Fazit: "Gerade im Spekulativen ist Frieds Perspektive so erfrischend wie nur selten ein Buch über ein derart ausgiebig beackertes Feld der Kunstgeschichte."
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