Mit Farb- und Schwarzweißabbildungen. Franz Radziwill (1895-1983) gehört neben Otto Dix und George Grosz zu den führenden Exponenten der Stilrichtung "Neue Sachlichkeit". Sein umfangreiches Œuvre, das mehr als 850 Gemälde umfasst, ist mit dem Etikett "Magischer Realismus" versehen worden. Als visionärer Realist, dessen dramatische Bildwelt die Ambivalenz der Technik und die Zerstörung unserer natürlichen Umwelt zum Inhalt hat, ist seine Aktualität ungebrochen. Darüber hinaus hat er Gedichte und Prosatexte hinterlassen, ebenso Tagebücher, Briefe und Zeitungsartikel.
Rezensent Jan-Paul Koopmann empfiehlt Eberhard Schmidts Radziwill-Biografie als "hervorragende" Ergänzung der Oldenburger Geburtstagsausstellung über den Maler. Das chronologische Vorgehen des Politikwissenschaftlers Schmidt gefällt Koopmann insofern, als der Autor weder Radziwills "Nazivergangenheit" leugnet noch vorschnelle Aburteilungen zulässt. Dies betrifft laut Rezensent etwa die angebliche Verdrängung Paul Klees durch Radziwill 1933. Schmidts Anspruch, solche Ambivalenzen in Bezug auf Radziwills Ästhetik und Leben "zu durchdringen" und Radziwills Düsternis gegen den NS-Heroismus abzugrenzen, scheint Koopmann bemerkenswert.
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