Die internationale Superelite, die die Fäden zieht und von den Großkonzernen aus die Welt regiert, gibt es nicht. Michael Hartmann entzaubert einen Mythos: Der Elitenforscher hat sich die 1000 größten Unternehmen der Welt über 20 Jahre hinweg angesehen, ebenso wie die weltweit 1000 reichsten Personen. Das Ergebnis: Wirtschaftseliten rekrutieren sich eher national, der globale Markt für Topmanager ist eine Legende. Stattdessen leben wir in einer zunehmend multipolaren Welt, in der die Interessen der Länder und Regionen auseinanderfallen. So ist China in puncto Internationalität das Schlusslicht, die Schweiz ein Vorreiter. Hartmann zeigt, dass die Sprache, kulturelle Traditionen, Ausbildungswege und nicht zuletzt die Steuerpolitik für diese Entwicklung verantwortlich sind.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.08.2017
Thomas Thiel staunt nicht schlecht über diese Studie des Soziologen Michael Hartmann, die zu dem Ergebnis kommt, dass es viel beschworene globale Elite gar nicht gibt. Es könne zwar sein, dass die Zahl internationaler Manager in den Aufsichtsräten zugenommen hat, stelle Hartmann klar, nicht aber im operativen Geschäft: Gerade zehn Prozent der CEOs der tausend weltgrößten Unternehmen sind Ausländer, ergibt die Studie, nur die Schweiz seit mit 72 Prozent ein Ausreißer im internationalen Vergleich. Thiel lernt von Hartmann auch, dass Manager auch deswegen in heimatlichen Gefilden bleiben, weil sie die Nähe zu Macht und Verwaltung suchen. Milliardäre wiederum ziehen meist erst im Rentenalter in die Sonne. Auch mit Hartmanns Schlussfolgerung geht Thiel mehr oder weniger d'accord: Wenn es die internationale Elite gar nicht gibt, braucht man ihr auch politisch nicht den roten Teppich auszulegen.
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