Die Reihe erschließt 250 Jahre Wirkungsgeschichte. Dabei ist der akribische Nachweis von Traditionslinien lediglich die Voraussetzung, um das Bach-Bild verschiedener Epochen zu rekonstruieren: aus kommentierten Werkausgaben sowie den Fragestellungen einer wissenschaftlichen Beschäftigung, aus den Darstellungen der Belletristik und der Bildenden Künste, aus der Verwendung seiner Werke für pädagogische, politische und kommerzielle Zwecke.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 15.12.2007
Rezensent Thomas Schacher fällt ein doppeltes Urteil über diese vierbändige Reihe über "Bach und die Nachwelt", die nun abgeschlossen ist. Während er die ersten drei, in den Jahren 1997, 1999 und 2000 erschienen Bände, die von den renomierten Bach-Forschern Michael Heinemann und Hans-Joachim Hinrichsen herausgegebenen wurden, uneingeschränkt lobt, hält er den von Joachim Lüdke herausgegebenen Abschlussband im Grunde für ein "überflüssiges Buch". Hintergrund für diesen Sachverhalt ist ein Zerwürfnis zwischen dem Laaber-Verlag mit Heinemann und Hinrichsen, die ihren Abschlussband inzwischen beim Dohr-Verlag veröffentlicht haben, worüber Schacher ausführlich berichtet. Dem Laaber-Verlag kann er in diesem Zusammenhang kritische Worte nicht ersparen. Der angesehene Verlag habe mit seinem Verhalten in dieser Angelegenheit seinem Ruf geschadet. Den von Lüdke herausgegebenen Abschlussband hält er zum einen vor, das von Heinemann und Hinrichsen verfolgte Konzept zu verwässern sowie bis auf eine Ausnahme nur ältere Beiträge nachzudrucken. Zwar will er die wissenschaftliche Qualifitkation dieser Beiträge nicht in Abrede stellen, aber das Konzept ihrer Anordnung scheint ihm hier überaus "mangelhaft.
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