Warum werden Kriege geführt? Was ist ausschlaggebend für die Entscheidung zum Krieg? Michael Mann erzählt die Geschichte des Krieges vom antiken Rom bis zum Überfall auf die Ukraine, vom kaiserlichen China bis zu Auseinandersetzungen im Nahen Osten, von Japan und Europa bis zur postkolonialen Geschichte Lateinamerikas und zu den Kriegen der Vereinigten Staaten. Obwohl sich die Waffen und die Organisation des Krieges im Laufe der Zeit enorm gewandelt haben, hat sich der Charakter der Entscheidungsprozesse kaum verändert. Fast immer wurde und wird der finale Entschluss von sehr kleinen Gruppen von Machthabern getroffen, manchmal nur von einer Person. Charaktere, Emotionen und Ideologien sind ausschlaggebend. Doch auch Status, Ehre und Ruhm spielen nach wie vor eine große Rolle. Die meisten Herrscher, die Kriege beginnen, verlieren sie, und in historischer Perspektive ist die große Mehrheit der Staaten aufgrund von Kriegen untergegangen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.06.2024
Rezensent Urs Hafner kritisiert das "unhistorische" Vorgehen Michael Manns, wenn der Autor der Frage nachgeht, warum Kriege geführt werden. Dass Mann Kriege in der Römischen Republik, im alten China und im mittelalterlichen Japan mit dem Amerikanischen Bürgerkrieg und den Weltkriegen vergleicht, ohne seine sozialwissenschaftlichen Prämissen zu hinterfragen, wenn er sie auf die globalhistorische Perspektive anwendet, scheint Hafner unzulässig. Was zu verschiedenen Zeiten und an unterschiedlichen Orten unter Krieg verstanden wurde und was der Tod eines Soldaten bedeutete, gehört reflektiert, findet der Rezensent. Davon abgesehen gefällt Hafner das Buch mit seiner fachliterarisch breiten Basis, seiner pragmatischen wie seiner bei allem Ernst des Themas auch sarkastischen Seite und den vielen Selbstzeugnissen, mit denen Mann eine "Perspektive von unten" bietet.
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