Dieses Buch bietet eine erste Gesamtdarstellung der Staats-, Verwaltungs- und Völkerrechtslehre in der DDR. Nach der Vertreibung "bürgerlicher" Wissenschaftler entwickelte sich das wissenschaftliche Leben in der Deutschen Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft "Walter Ulbricht" (Potsdam-Babelsberg) sowie an den Universitäten Berlin, Halle-Wittenberg, Jena und Leipzig unter der Vormundschaft der SED. Michael Stolleis skizziert die Entwicklung von führenden DDR-Juristen und zeichnet das Bild einer Rechtswissenschaft, die unter Druck verformt und zum zweiten Mal im 20. Jahrhundert der Politik dienstbar gemacht wurde. Er beschreibt als aufmerksamer Chronist, wie in den vier Jahrzehnten ideologischer Bevormundung das öffentliche Recht in der DDR seiner Grundlagen beraubt wurde und verkümmerte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.03.2010
Aufmerksam setzt sich Wolfgang Schuller mit Michael Stolleis' Untersuchung des DDR-Rechts auseinander, die er als inspirierend lobt, auch wenn ihm die Ausführung des Autors mitunter etwas zu unkonkret und "beschwichtigend" erscheinen, wenn es darum geht, die Missstände beim Namen zu nennen. Zustimmen muss der Rezensent den ausführlichen Darlegungen des Autors darin, dass das Rechtssystem der DDR als politisches Instrument der Partei begriffen werden müsse. Ebenso rückhaltlos stimmt er der Einschätzung des Autors der "verheerenden äußeren Bedingungen" der Rechtswissenschaft in der DDR zu, auch wenn Stolleis ruhig konkreter hätte formulieren können, wenn es um die von ihm durchaus beklagte "materielle Dürftigkeit der Rechtswissenschaft" geht, wie Schuller findet. Das Buch bietet in den Augen Schullers eine Fülle an Material und Gedanken, so dass es mit Fug und Recht als "anregend" bezeichnet werden kann, sprich zu weiterführenden Überlegungen lenkt, wie der Rezensent verhalten lobt.
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