In den Roaring Twenties war sie die Königin von New York. Ihre scharfe Zunge und ihr beißender Witz wurden Legende. Sie stritt mit Ernest Hemingway, schlief mit F. Scott Fitzgerald und soff mit Truman Capote. Dorothy Parker schrieb für Vogue, Vanity Fair und den New Yorker und gehörte zur legendären Tafelrunde des Hotels Algonquin, wo sich die kulturelle Szene der Stadt traf. Ihre sarkastischen Verse und pointierten Kurzgeschichten erzählen von zerplatzten Träumen und dem Warten auf das Klingeln des Telefons. Sie machte als Drehbuchautorin in Hollywood Karriere und landete wegen ihres Engagements gegen Rassismus und Faschismus auf der Schwarzen Liste von Senator McCarthy.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.08.2011
Eva Schäfers prüft diese erste deutschsprachige Biografie zu Dorothy Parker von Michaela Karl auf ihren Umgang mit den Bonmots der berüchtigten Journalistin und Martinikonsumentin. Der Versuchung, sich von einem geistreichen Zitat zum nächsten zu hangeln, erliegt die Autorin nach Schäfers Angaben zum Glück nicht. Dafür lernt Schäfers dank der Rechercheleistung und der analytischen Fähigkeiten der Biografin, woher die effektvolle Verknappung der Rede bei Parker stammt. Unterhaltsam ist das Buch dennoch. Laut Schäfers durch die thematische Ordnung, die ein Bild der wilden und politisch irrlichternden 20er Jahre in den USA vermittelt. Dass die trotz allem ins Buch aufgenommenen netten Sottisen Parkers so schlecht übersetzt wurden, kann Schäfers allerdings überhaupt nicht begreifen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.08.2011
Sehr erfreut zeigt sich Ingeborg Harms von Michaela Karls Biografie über Dorothy Parker. Sie rühmt den klaren Verstand, den sarkastischen Witz und die brillanten Artikel der amerikanischen Schriftstellerin und Kritikerin, die im New York der zwanziger Jahre die Boheme beherrschte. Aber auch die Alkoholsucht, die gescheiterten Beziehungen und ihren Abstieg bringt Harms zur Sprache. Karls Buch "Noch ein Martini und ich lieg unterm Gastgeber" wird Dorothy Parker ihres Erachtens vollauf gerecht, gelingt es der Autorin doch, das Leben Parkers mit "staubtrockenen Humor eines kongenialen Impresarios" zu erzählen.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…