Vorwort von Stephane Moses. Franz Rosenzweig stellt in seinem 1921 erschienenen Hauptwerk "Der Stern der Erlösung" dar, was er selbst als "neues Denken" beschrieben hat. Im Gegensatz zu der klassischen Idee des Alls sind für Rosenzweig die Welt, der Mensch und Gott die drei in sich geschlossenen Grundelemente des Seins. Erst das Ereignis des Übergangs von dieser mythischen Welt in die Welt der religiösen (jüdisch-christlichen) Offenbarung ermöglicht die grundlegenden Erlebnisse der menschlichen Existenz. Um die Verbindung zwischen diesen Welten darzustellen, verwendet Rosenzweig eine besondere Sprache, voller Metaphern und rhetorischer Figuren.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.11.2004
Gleich drei Neuerscheinungen befassen sich mit Franz Rosenzweigs im Schützengraben an der makedonischen Front entstandenen religionsphilosophischen Schrift "Stern der Erlösung". Diese erklärt Kilcher als einen "umfassenden philosophischen Entwurf, der eine eigenständige Systematik und Sprache entfaltet figurativ angelegt um den sechsstrahligen Stern". Dabei denke Rosenzweig die Welt nicht aus dem Menschen heraus, sondern Welt, Mensch und Gott in einer dynamischen Relation zueinander. Michal Schwartz beschäftigen in ihrem Buch dabei weniger die theologischen und philosophischen Aspekte des "Sterns", als vielmehr seine Sprache und Bildlichkeit. Dies hält Kilcher für einen sehr vielversprechenden Ansatz, denn für Rosenzweig generiere gerade die Sprache Vernunft und Offenbarung.
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