herausgegeben von Gerlinde Huber-Rebenich, Martin Wallraff, Katharina Heyden, Thomas Krönung. Dieser Text ist gewissermaßen die "Mutter" aller Reiseführer über die ewige Stadt. Er liegt zahlreichen lateinischen und muttersprachlichen Varianten und Redaktionen zugrunde. Zugleich ist er ein wichtiges Zeugnis für die Wiedergeburt der Stadt und ihres Selbstbewusstseins im 12. Jahrhundert. Von diesem Text, der in lateinischer Sprache schwer zugänglich ist, gibt es bislang keine deutsche Übersetzung. In dieser hier erstmals vorgelegten lateinisch-deutschen Ausgabe sind zahlreiche Anmerkungen enthalten. Karten und Bilder der beschriebenen "Wunderwerke" sowie eine bibliophile Ausstattung machen den Band zum Pflichttitel für jeden Romkenner und Romliebhaber. Eine knappe Einleitung zur Stadtgeschichte, zum Pilgerwesen sowie zur Geschichte dieses Führers komplettiert diese Ausgabe.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.09.2014
Johan Schloemann trifft in dieser erstmals auf Deutsch publizierten Ausgabe der "Mirabilia Urbis Romae" vor allem auf Legenden. Als Handbuch für heutige Romreisende, warnt er, eignet sich das von Gerlinde Huber-Rebenich, Martin Wallraff, Katharina Heyden und Thomas Krönung übertragene, eingeleitete und kommentierte Buch schon aus diesem Grund nicht so gut. Davon abgesehen aber bietet es Schloemann Rundgänge durch ein Rom um 1140, das gerade ein neues historisches Gefühl für seine christliche Prägung zu entwickeln begann, sowie Auflistungen von Bauwerken und Orten. Lesenswert findet der Rezensent die Einleitung, gefallen haben ihm die teilweise neuen Fotos, die den Text illustrieren.
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