Was bedeutet die Rückkehr der Taliban für die afghanische Bevölkerung? Welcher Zukunft sehen gerade die Frauen des Landes entgegen? Wie können wir Verfolgten helfen? Bestsellerautorin Natalie Amiri reist in ein Land, das vom Westen im Stich gelassen, das von keinem Invasor eingenommen wurde und dessen Bevölkerung doch verlor. Sie zieht eine erste Bilanz nach der Machtübernahme der Taliban, blickt zurück auf einen Krieg gegen den Terror, der den Nahen Osten destabilisierte, und erklärt, warum die Modernisierung von oben zum Scheitern verurteilt war. Doch vor allem schaut sie nach vorn. Amiri spricht mit Frauen, die unter Todesgefahr für ihren Platz in der Gesellschaft kämpften, legt die Diskriminierung von Volksgruppen wie der schiitischen Hazara offen, die eine erneute Unterdrückung und Verfolgung befürchten müssen - und erläutert, wie die Bundesrepublik aus ihrem todbringenden Versagen lernen und Afghanistan doch noch unterstützen kann.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 15.08.2022
Rezensent Martin Gerner bekommt von der Journalistin Natalie Amiri zwar keinen persönlichen Kommentar zur Lage in Afghanistan, dafür versammelt die Autorin Stimmen afghanischer Menschen, Frauen vor allem, und damit jede Menge Wut und Scham im Buch, meint er. Was 100 Tage Taliban bedeuten, kann der Leser aus den nur zurückhaltend kommentierten Zitaten herauslesen, so Gerner. Offenbar werden für den Rezensenten das Versagen des Westens, der die Korruption im Land befeuerte, aber auch das Selbstbewusstsein vieler afghanischer Frauen. Wie es in Afghanistan weitergeht, vermittelt der Band eher nicht, erklärt Gerner.
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