Aus dem Englischen von Sven Koch. Mit einem Vorwort von Margaret Atwood. Dieses Buch lässt 13 hochkarätige und couragierte Frauen aus Afghanistan in Textbeiträgen und Interviews zu Wort kommen. Sie schreiben über berufliche und gesellschaftliche Errungenschaften als Programmiererin, Filmemacherin, Politikerin, Journalistin u.a.m.; sie berichten über die Angst und den Schmerz vor dem drohenden Verlust der Heimat, aber vor allem über das, was die Mädchen und Frauen vor Ort schon jetzt verloren haben: Freiheit, Selbstbestimmung, Lebensfreude. Entstanden ist ein aufrüttelndes Buch, verbunden mit dem Appell, afghanische Mädchen und Frauen nicht zu vergessen und sich zu solidarisieren, denn sie haben wie wir ein Recht auf ein freies Leben in Würde. Ein Recht, für das wir an ihrer Stelle in der freien Welt kämpfen müssen, denn Afghanistan ist nur geografisch weit weg. Radikale Ideen kennen keine Grenzen.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 21.02.2022
In einer Mehrfach-Besprechung zu aktueller Afghanistan-Literatur stellt die Anglistin Jasamin Ulfat-Seddiqzai auch diesen Band der afghanischen Künstlerin Nahid Shahalimi vor, der Politikerinnen, Journalistinnen und Künstlerinnen mit eher persönlichen Erfahrungen zu Wort kommen lässt. Interessant und eindrücklich findet Ulfat-Seddiqzai diese Einblicke in das alltägliche Leben, zu Armut, Mangelernährung und Verzichtskultur. Nur die Sängerin Aryana Sayyed fällt der Rezensentin zufolge aus dies Reihe bewundernswerter Frauen heraus: Dass Sayeed auch Konzerte für Warlords oder Drogenbarone gibt und kritische Journalisten bedrohen lässt, wie sie weiß, behagt ihr ganz und gar nicht.
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