Nathalie Weidenfeld

Die Orangenprinzessin

Roman
Cover: Die Orangenprinzessin
Marion von Schröder Verlag, München 2001
ISBN 9783547795295
Gebunden, 229 Seiten, 18,41 EUR

Klappentext

Candida, vierundzwanzig Jahre, Tochter eines berühmten Sängers und einer erfolgreichen Managerin, ist in der falschen Lebensspur. Unter dem hohen Erwartungsdruck der Eltern gelingt es ihr kaum, ein Gespür für ihr eigenes Leben zu entwickeln. Anstatt ihrem Traum zu folgen und Tierärztin zu werden, verdient sich Candida ihr Geld mit kleinen Rollen beim Fernsehen. Sie bekommt die Hauptrolle in einer TV-Serie, die ein überragender Erfolg wird und eine Werbekampagne für ein neues Parfum nach sich zieht - 'Just you'. Candida, das Gesicht. Eine perfekte Folie. Jetzt gerät ihr Leben auf die Überholspur ...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.07.2001

Da sich die Schicksale ihrer Protagonistinnen gleichen "wie eine Spülmaschine der anderen", bespricht Burkhard Scherer die Romane von Nathalie Weidenfels ("Die Orangenprinzessin" und Eva Herman ("Dann kamst du") zusammen. Gemeinsam haben die Bücher auch, dass sie, bei aller Häme, die er darüber gießt, unseren Rezensenten am Ende doch einigermaßen bestürzt zurück lassen: Was bringt Frauen dazu, einen solchen Schrott zu veröffentlichen, fragt er fassungslos.
1) Nathalie Weidenfeld: "Die Orangenprinzessin"
Im Fall der "Orangenprinzessin" bemüht sich Burkhard Scherer, wenigstens so zu tun, als hätte er ernsthaft vor, sich mit dem Roman zu befassen. Protagonisten und Handlungsstränge werden - inklusive Seitenzahlen bei besonders schweren Vergehen gegen Scherers Geschmacksrichtlinien - grob nachgezeichnet. Aber schon der Ton macht jede explizite Wertung überflüssig. Zwischen den Zeilen fällt das Urteil katastrophal aus.
2) Eva Herman: "Dann kamst du"
Bei Eva Hermann hat Burkhard Scherer dann jegliche Hemmung verloren. Deren Salär für die Moderation bei der Eröffnung eines Möbelcenters, lesen wir da, hätte ausgereicht, um mühelos einen Ghostwriter für "beide Debüts" zu verpflichten. Wovon speziell der Roman dann handelt, ist im geballten Ressentiment des Kritikers kaum noch auszumachen. Doch dass ihm diese Bücher derart den Schaum vor den Mund treiben, macht sie uns auch fast sympathisch. Denn irgendwie liest sich das Ganze wie die Fortsetzung des Streitgesprächs zwischen Alice Schwarzer und Verona Feldbusch.
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