Aus dem Amerikanischen von Nina Schindler. Clever, nett, süß, mit passablem Aussehen - Jeremys Steckbrief klingt eigentlich ganz okay. Auf den zweiten Blick aber fehlt ihm das alles Entscheidende: Coolness! Bist du cool, gehört dir die Welt. Bist du nicht cool, zählst du ewig zu den Verlierern. Im Besonderen gilt das natürlich in Bezug auf Mädchen. Coole Jungs sucht die Damenwelt. Bist du cool, klappt?s auch mit der Freundin, und dass es mit Christine klappt, wäre das Schönste, was Jeremy sich vorstellen kann. Darum ist er ganz versessen darauf, an die heißeste Sache zu kommen, die an seiner Schule gedealt wird: den "Squip", einen pillenförmigen Mini-Computer. Er muss nur wie eine Tablette geschluckt werden, schon installiert er sich im Gehirn seines Besitzers und flüstert ihm zu, was er tun muss, um cool und lässig zu sein ...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.03.2004
In Ned Vizzinis Buch ist der Rezensent Johannes Maass auf einen Computer gestoßen, der Pubertätsprobleme löst, beziehungsweise das Pubertätsproblem par excellence: Coolsein. Jeremy, erklärt Maass, will Christine ansprechen und greift zum Minicomputer "Quip", der geschluckt wird und dann im Gehirn die Kontrolle übernimmt. Doch während alle Mädchen auf einmal auf den nunmehr coolen Jeremy fliegen, zieht sich gerade Christine zurück. Vizzini offenbare hier einen "pädagogischen Impuls" und versuche, die verlockende Vorstellung einer einfachen Lösung zu bannen. Denn sobald es um Gefühle und nicht um das bloße Coolsein gehe, "zeigt sich der Apparat überfordert". Vizzini will zeigen, "wie wichtig es ist, trotz Störgeräuschen auf die eigene innere Stimme zu hören", glaubt Maas. Doch nicht zuletzt sei "Cool" ein "Buch über Liebe" und deren Macht, sich über Imperative wie Coolness hinwegzusetzen.
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