Robert Cormier

Ein Sommer in Frenchtown

(Ab 13 Jahre)
Cover: Ein Sommer in Frenchtown
C. Bertelsmann Verlag, München 2003
ISBN 9783570127230
Gebunden, 123 Seiten, 8,90 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Cornelia Krutz-Arnold. Es ist der Sommer, in dem Eugene zum ersten Mal die Zeitung austrägt. Stundenlang ist er in den Häuserschluchten seiner Heimatstadt Frenchtown unterwegs. In diesen Monaten entdeckt Eugene seine Umwelt mit neuen Augen. Er erlebt seine erste Liebe, macht wunderbare Erfahrungen mit Freunden und bittere mit Feinden. Mehr als alles andere jedoch ist dieser Sommer durch das Flugzeug bestimmt, das Eugene eines Tages im Garten eines Nachbarn entdeckt. Die Entdeckung knüpft ein zartes Band zwischen ihm und seinem Vater, dessen Liebe Eugene sich bis zu diesem Moment nicht sicher war.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.03.2003

Eine Kindheit zwischen den Weltkriegen schildert der Autor Robert Cormier in seinem neuesten Buch, das noch einmal das Inventar seiner anderen Romane versammelt: den Beichtstuhl und den Friedhof, das Kino und die Fabrik, die Ebenen und die Hügel um die Stadt, die Läden und die Abende auf der Veranda in Frenchtown, einem Stadtteil der fiktiven Stadt Monument, die für das reale Leominster in Massachusetts steht, wo der Autor aufgewachsen ist, wie Fritz Göttler in Erfahrung gebracht hat. Die große und die kleine, die eigene Geschichte wird aber nicht monumental, sondern in Momentaufnahmen erzählt, so der Rezensent. Als sei die Erzählung ein langsames Prosagedicht, das träge aber stetig dahin fließe, an einzelnen Punkten innehalte. Erinnerungssplitter: die erste Brille, der Vater mit Radio, Zeitung und Zigarette, Zeitungsaustragen, die Güterzüge, die frankokanadische Tradition, der irische Einschlag, die Nachwehen der wirtschaftlichen Depression. "Heimkommen war immer schöner als Wegfahren", zitiert Göttler den heimatverbundenen Autor, der es nach Göttler schafft, Veränderungen seismografisch zu orten und in diesem einen Sommer aufblitzen zu lassen.

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