Neuer Antisemitismus?

Eine globale Debatte
Cover: Neuer Antisemitismus?
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2004
ISBN 9783518123867
Kartoniert, 332 Seiten, 12,50 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Doron Rabinovici, Ulrich Speck und Natan Sznaider. Wo liegt die Grenze zwischen legitimer Kritik an Israel und Antisemitismus? Hat sich der Antisemitismus in der Ideenwelt des Islam etabliert? Inwieweit spielen bei linker Israel-Kritik antisemitische Topoi eine Rolle? Seit einigen Jahren gibt es eine neue, weltweit geführte Debatte über den Antisemitismus. Nicht mehr Rechtsextremismus und Vergangenheitsbewältigung stehen dabei im Vordergrund, sondern die kontroversen Positionen gegenüber dem Nahostkonflikt. In zahlreichen Originalbeiträgen dokumentiert der Band den internationalen Stand der Debatte erstmals für das deutsche Publikum. Mit Texten von Omer Bartov, Ulrich Beck, Micha Brumlik, Ian Buruma, Judith Butler, Dan Diner, Daniel Jonah Goldhagen, Thomas Haury, Jeffrey Herf, Tony Judt, Gerd Koenen, Matthias Küntzel, Antony Lerman, Andrei Markovits, Michael Walzer, Robert Wistrich und Moshe Zimmermann.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 03.02.2005

Claus Leggewie bespricht einen Sammelband, der sich mit der Frage beschäftigt, ob es sechzig Jahre nach Auschwitz einen neuen Antisemitismus gibt. Die "leidenschaftliche Debatte" wird von Autoren aus Amerika, Israel und Westeuropa geführt, berichtet der Rezensent. Omer Bartov und Robert Wistrich konstatieren in ihrem Beitrag, dass der heutige Antisemitismus sich als "Abwehrideologie gegen kulturelle Globalisierung überhaupt" zeigt, wie auch Thomas Hardy in der "Anti-Globalisierungsbewegung" antisemitische Elemente wahrnimmt, fasst der Rezensent zusammen. Desgleichen sind aber auch Beiträge in dem Sammelband enthalten, die sich gegen das wohlfeile "Totschlagargument" des Antisemitismus-Vorwurfs wenden, so ein zufrieden wirkender Leggewie, der lediglich bedauert, dass kein Beitrag aus der islamischen Welt enthalten ist.

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