Dieser Band bietet einen Einblick in Ernst Tugendhats Konzeption der Ethik. Den Auftakt bildet ein Text Tugendhats mit dem Titel "Über das Problem einer autonomen Moral", in dem er die Grundzüge seines philosophisch-ethischen Ansatzes entwickelt. Es folgen zwölf Beiträge, die sich mit zentralen Thesen seiner Theorie auseinandersetzen. Ernst Tugendhat nimmt in seinen Erwiderungen zu diesen Beiträgen ausführlich Stellung. Den Abschluss bildet eine vollständige Bibliografie seiner Schriften. Was ist überhaupt Moral? Welche Rolle spielt sie in unserem Zusammenleben? Und wie lassen sich moralische Normen begründen, wenn wir uns dabei nicht mehr umstandslos auf Metaphysik, Religion oder Tradition berufen können?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.04.2007
Oliver Müller erkennt in diesem Sammelband einmal mehr die Unverwechselbarkeit Ernst Tugendhats in dessen Neigung zur Selbstkorrektur. Präzise sei sie und manchmal quälerisch. Vielleicht, weil die im Band vertretenen Kritiker, wie Julian Nida-Rümelin oder Ursula Wolf, dem Philosophen und seinen jüngeren Schriften um Ethik und Moral ordentlich zusetzen, "scharfsinnig" und "immer konstruktiv". Vermisst hat Müller in diesem Band eine Einordnung des Aufsatzes "Egozentrik und Mystik" in Tugendhats Ethik und die gewohnte Langmut von Tugendhats Erwiderungen. Den mitunter aufscheinenden neuen polemischen Ton scheint er allerdings nicht unangenehm zu finden.
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