Aus dem Amerikanischen von Susanne Klein. Wie viele Dinge müssen geschehen, welche Zufälle passieren, damit sich die Wege zweier Menschen kreuzen? Als Daniel und Natasha in New York aufeinander treffen, verguckt er sich sofort in das jamaikanische Mädchen. Die zwei teilen einen Tag voller Gespräche über das Leben, ihren Platz darin und die Frage: Ist das zwischen uns Liebe? Doch ihr Schicksal scheint bereits festzustehen, denn Natasha soll noch am selben Abend abgeschoben werden.
Rezensentin Brigitte Jakobeit hat sich den Kopf gern von dieser rasanten Liebesgeschichte durchpusten lassen. Auf vierhundert Seiten erzählt die auf Jamaika geborene Autorin Nicola Yoon von nur einem einzigen Tag in New York, an dem sich der koreanischstämmige angehende Yale-Student und Romantiker Daniel hoffnungslos in die Jamaikanerin und rationale Nihilistin Natasha verliebt, die binnen 24 Stunden ausgewiesen werden soll, resümiert die Kritikerin. Dass all das nie kitschig wird, liegt nicht nur an den temperamentvollen Dialogen der beiden ambivalenten Charaktere und an der wuchtigen Ereignisdichte, sondern vor allem an Yoons kluger Konstruktion, versichert die Rezensentin, die hier etwa Exkurse über die Geschichte der Liebe aus chemischer Sicht oder über Haare aus afroamerikanischer und koreanisch-amerikanischer Perspektive liest. Und der furiose Epilog dieses "quietschbunten Potpourris" verschlägt Jakobeit vollends den Atem.
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