Vivian Gornick

Eine Frau in New York

Cover: Eine Frau in New York
Penguin Verlag, München 2020
ISBN 9783328600886
Gebunden, 160 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von pocacio. Stadtluft macht Frauen frei! Wir finden zu uns, indem wir anderen begegnen. Vivian Gornick ist eine Suchende, und nichts beruhigt ihr fragendes Herz mehr als ein Fußmarsch durch die schwindelerregenden Straßenschluchten New Yorks. Auf der Suche ist sie nach sich selbst, nach der Frau, die sie sein möchte. Und so sind die alltäglichen Begegnungen ihr Elixier: Aus den Gesprächen auf der Straße erfährt sie von den Schicksalen der anderen und lernt aus deren Überlebenstechniken, sie liebt den Geschmack von Welt auf der Zunge, die Streitbarkeit der Vielfalt und genießt die Wahlfreiheit, die sie als ungebundene Frau in der Stadt hat.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.09.2020

Rezensentin Melanie Mühl empfiehlt Vivian Gornick als unbekannte Schwester von Joan Didion und Susan Sontag. Dass Gornick flanieren kann, scharf sieht und immer auf der Jagd ist nach Liebe und Anerkennung, vermitteln die autobiografischen Texte im Band Mühl auf selbstkritische, plastische Weise. Die szenische Anlage der Texte scheint Mühl zur äußeren Bewegung der Autorin auf den Straßen New Yorks und zu ihrer inneren Beweglichkeit gut zu passen.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 08.08.2020

Rezensent Stefan Hochgesand freut sich über die Entdeckung der Stimme von Vivian Gornick, die er mit derjenigen von Joan Didion vergleicht, so intellektuell, so feministisch. Das Besondere an Gornick ist für den Rezensenten der fast beiläufige Blick und das Gehör für andere. Wie die Autorin durch das New York der Jahrtausendwende flaniert, U-Bahn-Szenen und Smalltalk auf Dinnerpartys belauscht, wie sie, ohne eine politische Agenda zu verfolgen oder das große Gesellschaftspanorama entwerfen zu wollen, ihre Beobachtungen zu einer Suite von Miniaturen komponiert, findet Hochgesand höchst ansprechend.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 13.07.2020

Rezensentin Manuela Reichart lernt in New York zu überleben und mehr in diesem, wie sie findet, großartigen Buch von Vivian Gornick. Die amerikanische Autorin, in den Dreißigern in der Bronx geboren, flaniert durch die Stadt, erzählt von schönen und weniger schönen Begegnungen, streut Exkurse zu "Sexualität und Sinnlichkeit", Trauer, Alter, Ehe, Feminismus und Identitätspolitik ein und macht der Kritikerin Lust auf weitere Lektüre: Romane von Isabel Bolton oder Gedichte von Edna St. Vincent Millay möchte Reichart sofort im Anschluss lesen.

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