Mit 60 Abbildungen. Serverfarmen sind in der digitalen Welt das, was früher Schlösser waren: der Sitz der Macht. Doch wenn Daten der größte kollektive Schatz einer digitalen Gesellschaft sind, das Grundmaterial für Wirtschaft und Politik, warum sind dann die Orte, an denen sie gespeichert werden, so wenig sichtbar?Gemeinsam mit Studierenden der Städelschule in Frankfurt am Main zeigt Niklas Maak, wie die Zukunft der wichtigsten neuen Bautypologie des 21. Jahrhunderts aussehen könnte - und welche neuen kollektiven Orte eine Stadt im Zeitalter der Digitalisierung braucht.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.07.2022
Lesenswert findet Rezensent Michael Moorstedt Niklas Maaks Versuch, die Machtzentren der Gegenwart sichtbarer zu machen. Indem sich der Autor die Serverzentren von Facebook, Amazon, Google und Co. näher anschaut, ihre Architektur und was ihr Erscheinungsbild und ihre nähere Topografie bedeuten, schafft er laut Moorstedt zunächst einmal Sichtbarkeit. Maaks Idee, die anonymen Datensammelstellen zurück in die Städte zu bringen und sie zu Orten der Transparenz, der Bildung und des Bürgerinteresses zu machen, scheint dem Rezensenten allerdings etwas utopisch, auch wenn die Visionen im Anhang des Buches Gestalt annehmen. Als Manifest der Egalisierung von Machtstrukturen taugt der Band allemal, findet er.
Rezensent Till Schmidt empfiehlt Niklas Maaks Buch über die Macht der Server und ihre Architektur. Maak stellt auch eine Zukunftsvision vor, derzufolge Rechenzentren wie Rathäuser der Gesellschaft dienen sollen, erklärt Schmidt. Von dieser Vorstellung sind wir allerdings noch weit entfernt, erkennt Schmidt, wenn der Autor das Rechenzentrum von heute demokratiepolitisch und ökologisch untersucht. Als gigantische Energieschleudern, die unsere Daten weitgehend ohne öffentliche Kontrolle verwalten, beschreibt der Autor sie laut Schmidt und bietet faszinierende Erkundungen in die Geschichte der Rechenzentren und ihre Architekturen weltweit.
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