Mit 300 meist farbigen Abbildungen. In ihrem Bild-Text-Buch über die achtziger Jahre in Westdeutschland betrachten Nikolaus Jungwirth und Gerhard Kromschröder dieses letzte Jahrzehnt der Bonner Republik aus dem gleichen Blickwinkel, der schon ihren beiden Erfolgsbüchern über die 50er und 70er Jahre ("Die Pubertät der Republik: Die Fünfziger Jahre der Deutschen", "Flokati-Fieber: Liebe, Lust und Leid der 70er Jahre") zugrunde lag: statt nur einseitig den Vorgängen der großen Politik und Hochkultur ihre Aufmerksamkeit zu widmen, spüren sie Zeittypisches auch in den kleinen Dingen des Alltags auf. So gelingt Jungwirth und Kromschröder mit ihrem neuen Werk ein verblüffend vielgestaltiges Porträt des Zeitgeists der 80er Jahre. Dabei entsteht das Bild eines Dezenniums, in der die Utopien der 70er Jahre ihre Gültigkeit verloren haben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 12.12.2008
Rezensentin Sandra Danicke findet durchaus gelungen, wie die beiden Autoren Nikolaus Jungwirth und Gerhard Kromschröder die Achtziger Jahre aufbereiten: mit Unterhaltungswert ebenso wie Erkenntnisgewinn. Ihre "liebevoll-spöttischen Analyse", die den achtziger Jahren ein gehöriges Maß an Schizophrenie unterstellt, ist auch visuell sehr unterhaltsam: die Publikation ist ein "Bildband" im "Sachbuch"-Format, in dem sowohl Reklame aus der Zeit als auch "Zeitungsmaterialien" aufbereitet werden.
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