Liebe ohne Augenhöhe ist möglich, aber sie hat keine Zukunft. Mit dieser These seziert Autor und Feminist Nils Pickert den Zusammenhang zwischen Liebe und Gleichberechtigung. Doch was genau bedeutet es, auf Augenhöhe zu lieben? Ist Romantik der Schlüssel zu ewiger Liebe oder doch der Sargnagel für jede Langzeitbeziehung? Das Bild der romantischen Liebe geht im Kern vieler Bücher, Filme, Songs oder Statements in den sozialen Netzwerken nämlich immer noch von Ungleichheit aus. Dieser Ungleichheit hält Nils Pickert das Konzept der gleichberechtigten Lebenskomplizenschaft entgegen, die Romantik frei von Klischees zulässt. Er hinterfragt, welche Rolle Sex, Geld, Kinder, Karriere und unterschiedliche Bedürfnisse dabei spielen. Ein Buch zur eigenen Standortbestimmung, das ungeschminkte und berührende Einsichten in den Alltag von Paarbeziehungen bietet und zeigt, wie gleichberechtigte Liebe gelingen kann.
Rezensentin Simone Schmollack empfiehlt Nils Pickerts Buch über das gelungene Leben mit Partner, Kindern und Beruf wegen seiner Offenheit und Direktheit. Anhand persönlicher Erfahrungen schildert der Autor laut Schmollack, wie es möglich ist, sich Hausarbeit und Kinderbetreuung zu teilen, Karriere zu machen und die Liebe nicht erlöschen zu lassen. Das klingt mitunter banal, wenn der Autor von unromantischer Beziehungsarbeit spricht, ist aber im Effekt durchaus hilfreich, findet die Rezensentin. Dass Zuständigkeiten in der Familie ständig neu verhandelt werden müssen, hat sich Schmollack gleich mal gemerkt. Den Autor hält sie für einen handfesten Feministen mit Faible für Röcke.
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