Nina George

Die Passantin

Roman
Cover: Die Passantin
Kein und Aber Verlag, Zürich 2025
ISBN 9783036950730
Gebunden, 320 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Die gefeierte Filmikone Jeanne Patou erfährt aus dem Fernsehen, dass sie für tot gehalten wird. Für Jeanne ist es die Chance, unterzutauchen und so ihrem Ehemann zu entkommen, der gleichzeitig ihre größte Obsession und ihre fatalste Leidenschaft ist. Sie verschwindet in die Anonymität - und in einen Kosmos der untergetauchten Frauen, mit denen sie ein altes Haus in Barcelona bewohnt. Während sie ihre Schicksale kennenlernt, wird ihr auch ihr eigenes immer deutlicher. Viereinhalb Jahre später streift Jeanne über die La Rambla, eine Passantin unter vielen, als sie plötzlich ihrem Mann begegnet. Ihr ist klar: Sie muss sich stellen - ihrem Mann, aber vor allem sich selbst.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 25.10.2025

Bisher war die Autorin Nina George für Rezensentin Nina Apin eher im seichteren Fach angesiedelt, das ändert sich mit diesem Buch über die Filmdiva Jeanne Patou, die die Gelegenheit nutzt, aus ihrem Leben zu verschwinden: Um ein Haar wäre sie mit dem Germanwings-Flug 4U9525 abgestürzt, aber sie ist gar nicht eingestiegen: Zuhause würde nur der unterdrückende Ehemann Bernard warten, der sie beleidigt, herabsetzt, beim gewaltvollen Sex filmt - das lässt Jeanne alles hinter sich, erfahren wir. Sie erfindet sich in Barcelona neu, sucht sich neue Gefährtinnen und kommt ihrem alten Leben auf einmal wieder gefährlich nahe; das ist rasant erzählt und manchmal etwas zu dick aufgetragen, findet Apin, aber das "raffinierte Ende" und das Spiel mit verschiedenen Ebenen und Perspektiven überzeugt sie.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.08.2025

Originell und "durch kleine Volten und Schocks" spannend bis zum Schluss: Rezensentin Carolin Gasteiger lobt die kulturpolitisch engagierte Bestseller-Autorin Nina George, die zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Autorinnen weltweit zählt. Die Erfolgsautorin skizziert in ihrem neuen Roman das Leben von Schauspielerin Jeanne Patou, die ihrem Alltag, ihrer Ehe und der Mutterschaft entflohen, durch einen Flugzeugabsturz fälschlicherweise für tot gehalten wird und so die Chance bekommt, ein neues Leben in Anonymität zu beginnen. Der Roman verfolgt ihr Ringen um Freiheit und weibliche Solidarität in einer Frauen-WG und entwickelt sich zu einer feministisch aufgeladenen Reflexion über Selbstaufgabe, Rache und die Konsequenzen des Verschwindens. Ein gleichermaßen bezaubernder wie unerschrockener Roman über das Verloren-, Wiederfinden- und Entdecken der eigenen Identität, versichert Gasteiger. 

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