Zwar stehen Literatur und Naturwissenschaften seit Jahrhunderten in vielfältigen Wechselwirkungen zueinander, die Verständigung ist aber nach wie vor problematisch. Geistes- und Naturwissenschaftler leisten in diesem Sammelband einen Beitrag zur Überwindung der Kluft zwischen den akademischen Kulturen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.01.2005
Viel zu selten gibt es Publikationen wie diese, die sich der Wechselwirkung zwischen Literatur- und Naturwissenschaften widmen, freut sich Thomas Meissner. An den Einzelanalysen des Bandes hat er dann doch das ein oder andere auszusetzen. Im Text des Wissenschaftshistorikers Ernst Peter Fischer wird Literatur schon von vornherein auf eine Vermittlungsfunktion des wissenschaftlich längst Bekannten reduziert. Dagegen weist der Literaturwissenschaftler Peter Spenglers in seiner Studie zu Darwin gerade nach, wie literarische Visionen, beispielsweise Goethes Homunculus oder Mary Shellys Frankenstein, Gegenentwürfe zu "blindem Fortschrittsglauben oder naturwissenschaftlichen Machbarkeitswahn" transportieren können. Außerdem hat Meissner an vielen Stellen der Bezug zur Gegenwartsliteratur gefehlt. Uneingeschränkt zufrieden ist er mit der "opulente Bebilderung" des Bandes, die viele Ausführungen zu einem "Augengenuss" macht.
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