Die "wunderlichsten Verse" hat Benedikt Erenz gelesen, über die seltsamsten und allernormalsten Dinge ("Katzen, Damen, Funken" und anderes), illustriert mit "fröhlich vertaumelten Bildern". "Naiv und surrealistisch", klar und verworren - wie im Traum eben. "Eigentlich", schreibt er, "eigentlich sind das ganz rohe, unbeholfene Gedichte, sind das ganz schlechte Gedichte", doch zugleich sind sie so raffiniert stolpernd und assoziierend, so zauberhaft "zart" und "somnambul", dass er ganz hingerissen ist. Gut übersetzt auch, findet er, wenn auch manchmal möglicherweise etwas zu wortgetreu. Und so charmant und französisch und poetisch ist ihm, Erenz, selber nach der Lektüre zumute, dass er wie folgt schließt: "Faunisch und eselig. Eselselig, das auch, und vor allem: unvergesslich."
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…