Jeden Morgen reitet Roy auf seinem Pferd Desperado in den Kindergarten - voller Vorfreude. Doch eines Tages ist alles anders: Der Kindergarten ist verwüstet, die Wippe kaputt, die Schaukel abgerissen. Der böse Bandit Black Bart hat die Erzieherin Heidi entführt! Sofort verfolgen Roy und Desperado seine Spur im Sand. Als geschickte Fährtenleser finden sie sogar sein geheimes Versteck. Aber können sie Heidi befreien? Roy wäre nicht der mutigste Reiter und Desperado nicht sein unerschrockenes Pferd, wenn sie nicht den besten Plan hätten. Mit Köpfchen und Pferdestärken schlagen sie Black Bart in die Flucht und bringen Heidi nach Hause. Was für ein Kindergarten-Abenteuer! Oder wie Roy sagen würde: eigentlich wie immer.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.11.2019
Anna Vollmer erkennt die Kraft der Fantasie in Ole Könneckes Beinahe-Western. Die Geschichte über einen Jungen und sein Pferd, die die von Banditen entführte Kindergärtnerin befreien, erinnert Vollmer an Lucky Luke, nur dass der Gaul hier der eigentliche Held ist. Könneckes laut Vollmer gut austarierte Erzählweise und seine lakonische, doch ausdrucksstarke Bildsprache machen die nur vordergründig als Western, hintergründig jedoch als große Träumerei daherkommende Story für die Rezensentin so wunderbar.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 02.10.2019
Rezensentin Manuela Kalbermatten empfiehlt verplanten Kinderhirnen Ole Könneckes Westernfantasie. Allerdings geht es dem Bilderbuchkünstler nicht in erster Linie darum, Kleinkindern mittels Western-Filmplakat-Ästhetik ihre Allmachtsfantasien zurückzuerstatten, beruhigt Kalbermatten eventuell besorgte Eltern. Wenn Könnecke eine Bande Banditen in den Kindergarten einfallen lässt, um sie durch seinen berittenen Helden sogleich wieder einzufangen, entdeckt die Rezensentin ein anregendes Spiel mit pädagogischen Zitaten und "gegen den Strich gebürsteten" Western-Motiven.
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