Seit nunmehr zehn Jahren führen Anhänger der Al Qaida einen gnadenlosen Feldzug gegen die USA und die westliche Welt. Den "Kreuzzüglern" und "Ungläubigen" wollen sie schwere Schläge beibringen, um sie in ihrem Selbstverständnis zu erschüttern und zur Akzeptanz islamischer Wertvorstellungen zu zwingen. Erstmalig wird hier die Geschichte des Terrornetzwerkes von den Anfängen bis in die Gegenwart dargestellt. Behandelt werden die Karrieren von Osama Bin Laden, seinem Chefplaner Khalid Scheich Mohammed und den Verantwortlichen vom 11. September 2001. Anhand der zahlreichen Anschläge von New York bis Bali beschreibt der Autor die Entwicklung und Funktionsweise der globalen Organisation.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.08.2003
In einer Doppelbesprechung widmet sich die Rezensentin Dorothee Heintze zwei Büchern, die versuchen, den Werdegang und die Strukturen des Al-Qaida-Netzwerkes zu beleuchten, einerseits Oliver Schröms "Al Qaida" und andererseits Yosri Foudas und Nick Fieldings "Masterminds of Terror". Oliver Schröm, der sich schon seit Jahren mit dem "Phänomen des Terrorismus" beschäftigt, zeigt mit für die Rezensentin erschreckender Klarheit auf, dass Al Qaida alles andere als zerschlagen ist. Vielmehr habe diese "perfekt organisierte" und "disziplinierte" Terrororganisation es verstanden, die Zeit des Irakkrieges "sinnvoll" zu nutzen, und habe zweifelsohne "neue, schreckliche" Anschläge vorbereitet. Bei diesem Buch, so Heintze, handele es sich nicht nur um "die erste deutsche Monografie" zum Thema Al Qaida, sondern auch um ein gründlichst recherchiertes, "hervorragend" geschriebenes" Buch. Schröm stütze sich ausschließlich auf "Prozessakten, Vernehmungsprotokollen und Augenzeugenberichten". Das Buch umfasse den Zeitraum vom ersten Attentat auf das World Trade Center 1993 bis zur "Verhaftung des Bin-Laden-Vertrauten Khalid Scheich Mohammed 2003", liefert "minutiöse" Beschreibungen der Aktionen und der Täterpersönlichkeiten und endet mit einem Epilog, in dem Schröm "dafür plädiert, die demokratischen Rechte im Kampf gegen den Terror nicht preiszugeben".
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