Aus dem Englischen von Rebekka Hirsch. An einem ungewöhnlich kalten Dezemberabend wird Jon Friedland, ein amerikanischer Journalist, in der pakistanischen Millionenstadt Karatschi entführt. Seine Entführer planen, an Heiligabend ein Internetvideo seiner Hinrichtung ins Netz zu stellen. Die Entführung kommt zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt, läuft doch die pakistanische Regierung Gefahr, sich vor ihren amerikanischen Verbündeten zu blamieren. Die Uhr tickt. Gelingt es den Geheimdiensten und der Polizei, Friedland noch lebend zu finden?
Die Geschichte führt den Leser durch die Straßen von Karachi und in eine viel zu reale Welt der Dschihadis, der korrupten Polizei und der blutrünstigen politischen Schergen. Alles geschieht in einer Stadt, in der nichts ist, wie es scheint.
Laut Katharina Granzin bezieht Omar Shahid Hamids Roman einen Großteil seiner Faszination aus der Tatsache, dass der Autor leitender Polizeibeamter in Karatschi war und neuerdings als Antiterrorexperte arbeitet. Wenn Hamid in seinem Text den Fall des amerikanischen Journalisten Daniel Pearl fiktionalisiert, wird es für Granzin mitunter unübersichtlich, derart viele Bezüge zu realen Personen aus Politik und Polizei streut der Autor ein. Was für pakistanische Leser als Schlüsselroman taugt, verwirrt Granzin. Die actiongeladene Geschichte über Korruption, Gewalt und Vetternwirtschaft, die der Autor erzählt, kann sich die Rezensentin zwar gut als Film vorstellen, als Text findet sie sie jedoch weniger überzeugend, zumal Hamid sprachlich eher "gradlinig" vorgeht und seine Dialoge mitunter recht hölzern geraten, wie sie erläutert.
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