Mit einem Vorwort von Joachim Bessing. Schon 1890, lange vor Orwell und Huxley, hat Oskar Panizza sich in "Die Menschenfabrik" mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden von Mensch und Maschine auseinandergesetzt. Seine Erzählung handelt von der Optimierung der Menschheit, von der drohenden Herrschaft der künstlichen Intelligenz - und fragt danach, was den Menschen überhaupt ausmacht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.03.2019
Dietmar Dath empfiehlt Oskar Panizzas erstmals 1890 erschienene Erzählung. Auf die Gegenwartsrelevanz von Panizzas Fantasie über die Produktion künstlicher Menschen hinweisen muss er dazu nicht. Spannender als solche Aktualisierungsversuche findet Dath die Konzentration auf einen Nebenstrang in Panizzas Text, wo es um die Übergänge zwischen Traum und Automatik geht. Der künstlerische Wert des Buches strahlt ohnehin hell, findet der Rezensent und weist dezent auf das Versäumnis des Vorwortschreibers Joachim Bessing hin, die Pointe des Textes mitzuteilen. Die liegt für Dath darin, dass der Autor Menschenzüchtung nicht als etwas Künstliches betrachtet, sondern als Kunst.
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