Die Erde im Jahr 2191: Nach einer verheerenden Zeit von Kriegen, Seuchen und Klimakatastrophen führt die künstliche Intelligenz "Askit" die letzten Überlebenden in eine Ära des Friedens. Elite der neuen Welt sind die von Askit ständig überwachten "Reinsten", die als Wissenschaftler für die Regeneration des Planeten arbeiten.
Eve Legrand wird von der KI in der wichtigsten Prüfung ihres Lebens als Reinste anerkannt. Doch anstatt ausgewählt zu werden, wird sie ohne Erklärung verstoßen. Ihr bleibt nur die Flucht in die Zonen, die nicht von "Askit" kontrolliert werden. Eve wird dort mit einer Wirklichkeit konfrontiert, die ihre gesamten Werte und Vorstellungen radikal infrage stellt.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 09.05.2019
Der ehemalige Journalist Thore D. Hansen ist wütend, weiß Rezensent Marten Hahn. Er ist wütend über unsere Passivität, unsere Gier und unsere Verantwortungsvergessenheit. Verständlich, findet Hahn. Nur leider machen Zorn und politische Agenda einen Roman selten besser, erkennt er. "Die Reinsten" spielt im Jahr 2191, nach der Klimakatastrophe - eine KI regiert die Welt, um sie zu retten. Irgendwann wird dem Riesencomputer jedoch sowas wie eine Persönlichkeitsstörung diagnostiziert, lesen wir. Der Plot klingt erst mal spannend und vielversprechend, die Theorie dahinter ist interessant und anregend, und Hansens dystopische Welt strotzt nur so vor Komplexität, so der Rezensent. Die Umsetzung allerdings erweist sich nach Meinung Hahns bald als "katastrophal": Die Dialoge sind nicht nur oberflächlich, sondern auch verwirrend, es gibt zahlreiche Anschlussfehler, die Protagonisten erscheinen holzschnittartig. Schade, findet der Rezensent.
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