Aus mindestens drei Gründen kommt den rund 30 Millionen Auslandschinesen eine Bedeutung zu, die über den asiatisch-pazifischen Rahmen weit hinausreicht: Erstens kontrollieren sie Industrie- und Dienstleistungsvermögen, die internationale Spitzenwerte erreichen und mit denen sich das Auslandschinesentum als Gesamtheit wohl unter die zehn führenden Volkswirtschaften der Welt einreihen könnte. Zweitens ist das Bambusnetzwerk der Huaren weltweit, vor allem aber über die pazifische Landkarte hinweg, ausgespannt und verschafft seinen Mitgliedern damit unvergleichliche Flexibilitätsvorteile. Drittens aber ist das erfolgverwöhnte Auslandschinesentum zwei Jahrzehnte lang Hauptinspirationsquelle für die reformerische VR China gewesen und hat damit unschätzbare Beiträge zur Errichtung einer chinesischen Marktwirtschaft geleistet, die noch in der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts das weltweit höchste Bruttoinlandsprodukt erreichen dürfte.
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