Aus dem Englischen von Thomas Schlachter. "Monty im Glück", eine brillant gedrechselte Farce um die Liebe in den Zeiten der transatlantischen Schiffspassagen, schließt nahtlos an den 2004 erschienen Blandings-Roman "Sein und Schwein" an. Um das Herz seiner Geliebten Gertrude Butterwick zurückzugewinnen, muss sich Privatdetektiv Monty Bodkin unter anderem mit dem Filmsternchen Lotus Blossom, dem redseligen Schiffsteward Albert Peasemarch, dem juwelenschmuggelnden Filmmogul Ivor Llewellyn und dem nach Hollywood-Weihen strebenden Schriftsteller Ambrose Tennyson herumschlagen. Die verwandtschaftlichen Verwicklungen und amourösen Verwirrungen zwingen Monty zu einem nervenaufreibenden Hindernislauf, denn seine hockeyspielende Angebetete zeigt sich vorerst von ihrer abweisenden und eifersüchtigen Seite. Als Schauplatz dienen diesmal London, ein Ozeandampfer und New York.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.10.2005
Obwohl man ihn hierzulande kaum kennt, wurde P. G. Wodehouse mit seinen mehr als hundert Büchern zu einem der "meistgelesenen Autoren der Welt", weil er auf höchst vergnügliche Weise das Leben und die Nöte der britischen Upper class ins Visier nahm, erklärt Elmar Schenkel. Auch wenn der hiesige Leser sich mit Übersetzungen zufrieden geben muss und zudem nicht recht in den "subtilen Kodex des englischen Klassen- und Cricketsystems" eingeweiht ist, hat der Übersetzer Thomas Schlachter zumindest "sein Bestes" gegeben, um alle Stimmungsregister von "salopp" bis "gelehrt" ins Deutsche zu übersetzen, lobt der Rezensent verhalten. In "Monty im Glück" folgt ein betuchter Engländer seiner ehemaligen Verlobten auf einen Transatlantikdampfer, um sie zurückzugewinnen, und ein Stewart sorgt derweil mit seinem stets unvermuteten Auftreten und mit "intriganten Botendiensten" für Verwicklungen, fasst Schenkel zusammen. Der "komplizierte Plot" bietet so etwas wie ein "Entenhausen-Spektakel für Erwachsene" und der britische Autor, der diesen Roman 1934 in Frankreich verfasste, wollte damit nicht mehr und nicht weniger als unterhalten, so Schenkel durchaus eingenommen.
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