"Kapuzinerleben" enthält die Lebensgeschichte eines schweizerischen "Bettelmönchs", eines Kapuziners, von ihm selbst erzählt. Keust erzählt sein Leben in der Rückschau, später auch im Tagebuchstil. Durch seinen Text erhalten wir Einblick in das damalige Ordensleben, mit seinen Hochs und Tiefs, mit den Frustrationen, Spannungen, aber auch den Momenten der Gottseligkeit.
Eine lohnende (Neu-)Entdeckung ist dieses Buch für Benedikt Erenz, und nach seinen Worten verspricht der Band durchaus einiges an Amusement. Denn der Pater zeige hier nicht nur einen Sinn für kuriose Beobachtungen, sondern fessele den Leser vor allem durch eine Mischung von "herzlicher Selbstironie" und "reiner Lebensweisheit". Allerdings kommen auch die konfessionellen Auseinandersetzungen der Zeit in diesem Band nicht zu kurz, die das Leben des Paters selbstverständlich ebenso geprägt haben. Erenz weist außerdem darauf hin, dass Keust "zu den Pionieren der Kamera" gehörte. Einen zusätzlichen Reiz des Buches machen aus seiner Sicht daher auch die Fotos des Bandes aus, auf denen Keust beispielsweise Mönche und Kinder abgebildet hat, die "schüchtern den Fotografierapparat peilen".
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…