Patricia Highsmith

Ladies

Frühe Stories
Cover: Ladies
Diogenes Verlag, Zürich 2020
ISBN 9783257071528
Gebunden, 288 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Melanie Walz, Dirk van Gunsteren und Pociao. Ehe Patricia Highsmith durch ihren ersten Roman 'Zwei Fremde im Zug' über Nacht berühmt wurde, schrieb sie psychologische Stories. Über entwurzelte Einwanderer, tapfere Liebende, wissende kleine Mädchen und Jungen und vom Leben gebeutelte Frauen und Männer. Damals erschienen ihre Stories nur verstreut in Schul- und Frauenmagazinen. Umso schöner für uns, nun dürfen wir sie neu entdecken.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 27.11.2020

Rezensentin Maike Albath taumelt Patricia Highsmith "wie im Fieber hinterher", so packend erzähle die Autorin in ihren frühen Geschichten von Neid, Hass und Eifersucht: Eine verbitterte Hausfrau, gedemütigte Kinder und eine sadistische Turnlehrerin lasse Highsmith hier in trockener Sprache aufmarschieren. Die 1921 geborene Autorin, deren spätere Romane vielfach verfilmt wurden, wie Albath erklärt, verstehe sich nicht nur auf "niedere Instinkte", sondern auch auf das Spiel mit Perspektiven bestens, schwärmt die Rezensentin und lässt sich davon mitreißen, wie ihre Erzählungen eine "untergründige Zwangsläufigkeit" entwickeln. Nur gut, dass die Geschichten - von Highsmith selbst nie gesichtet, so Albath - nun noch Beachtung finden, meint die Rezensentin.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 25.11.2020

Rezensentin Maike Albath empfiehlt die frühen Erzählungen von Patricia Highsmith wegen ihrer faszinierenden Charaktere und der nüchternen Intensität, mit der die Autorin in ihre Psychen blickt. Die Logik der Gewalt wird für Albath mehr als einmal in den Texten offenbar. Motive und Konstellationen tauchen bereits auf, die Albath aus späteren Texten kennt, und Highsmiths herausragende dramaturgische Fähigkeit und ihre erzählerische Ökonomie sind laut Rezensentin in den Texten aus den 1940er Jahren ebenfalls schon bemerkenswert ausgeprägt. Der Blick der Autorin auf Milieus und "ins Rutschen geratene" Innenwelten scheint Albath "gnadenlos" und gnadenlos gut.
Lesen Sie die Rezension bei buecher.de