Herausgegeben von Adam Sisman. Aus dem Englischen von Manfred Allié und Gabriele Kempf-Allié. Patrick Leigh Fermor war sein Leben lang ein begeisterter Briefeschreiber. So umspannen die vorliegenden Briefe fast ein ganzes Jahrhundert und geben einen tiefen und umfassenden Einblick in sein abenteuerliches Leben und in sein Schreiben.Vom ersten bis zum letzten strahlen Paddys Briefe Wärme, Charme und Heiterkeit aus. Oft sind sie mit witzigen Zeichnungen und lustigen Versen ausgeschmückt. Manche enthalten Rätsel und die abenteuerlichsten Wortspiele und geben Zeugnis von einem einzigartigen Leben.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.10.2020
Rezensent Cord Aschenbrenner ist gefesselt von den Briefen des britischen Schriftstellers Patrick Leigh Fermor, genannt "Paddy", von denen der Publizist Adam Sisman nun 174 Stück (verfasst in der Zeitspanne von 1940 - 2010) herausgegeben hat. Das Leben des Weltenbummlers, der ohne festen Wohnsitz durch Europa reiste, bei immer neuen Freunden unterkam und neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit auch die ein oder andere Party feierte, sei an sich schon abenteuerlich, erklärt Aschenbrenner, und die zahlreichen Briefe, die Fermor an Freunde, Geliebte oder seine Verleger verfasste (von Manfred und Gabriele Allié "sehr gekonnt" ins Deutsche übersetzt, so Aschenbrenner), unterhalten den Rezensenten mit ihrem Anspielungsreichtum und oft "schreiend komischen" Schilderungen bestens.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.03.2020
Rezensent Kurt Kister freut sich, dass die umfangreiche Sammlung von Briefen, die Patrick Leigh Fermor an berühmte Bekannte, seine erste Liebe, Freunde und seine Frau schrieb, sich zu einer Autobiografie zusammensetzt. Schließlich hatte der 1915 in England geborene Schriftsteller Kister zufolge ein bewegtes Leben: Die tiefgründigen Gedanken dieses Reisenden, Geheimagenten im Zweiten Weltkrieg, Bonvivant und Gentleman der alten Schule sind hochinteressant, verspricht der Kritiker.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.03.2020
Rezensent Jakob Strobel y Serra bedauert ein wenig, dass Patrick Leigh Fermor so unpolitisch war und so egomanisch. Anderenfalls, so die Vermutung des Rezensenten, hätte aus dem Reiseschriftsteller ein echter Chronist seiner Zeit werden können. So aber bieten die im Band versammelten Briefe des weltreisenden Schnorrers ohne festen Wohnsitz aus den Jahren 1940-2010 laut Rezensent vor allem eines: eine Chronik des Autors selbst, eine im Verlauf der Lektüre immer stumpfer werdende Reihung von Frauen- und Saufgeschichten und dem Lamento über fehlende Anerkennung. Dazwischen aber blitzt immer wieder Fermors Neugier und Begeisterungsfähigkeit für Menschen und Landschaften auf, meint der Rezensent, und das ist lesenswert.
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