Paul Auster, J. M. Coetzee

Von hier nach da

Briefe 2008-2011
Cover: Von hier nach da
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2014
ISBN 9783596196876
Gebunden, 286 Seiten, 14,99 EUR

Klappentext

2008, kurz nachdem sie sich in Australien begegnet waren, schrieb J. M. Coetzee an Paul Auster in New York und bot ihm an, gemeinsam einen Briefwechsel zu führen. Bis 2011 debattieren sie freimütig sie über den Lauf der Welt: von Tennis bis Vatersein, von erotischer Attraktion bis Finanzkrise, von Hochzeit zu Liebe. Scharfsinnig denken sie über unsere Gegenwart nach und bieten dem Leser in ihren manchmal ausgelassenen Briefen Einblick in ihr Leben und ein ungeschütztes Porträt ihrer Freundschaft. Und sie erklären, warum es manchmal besser ist, Laub zu harken, als Romane zu lesen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.06.2014

Hubert Spiegel begrüßt den nun vorliegenden Band mit dem Briefwechsel von Paul Auster und J. M. Coetzee aus den Jahren 2008 bis 2011. Die Korrespondenz der beiden Schriftsteller um das Leben, um Fragen der Identität, um Sex und Erotik findet er überaus gedankenreich und immer wieder überraschend. Während er Auster für seine Selbstironie, seinen Witz, seine Anekdoten schätzt, beeindruckt ihn Coetzee mit einem an Beckett oder Kafka erinnernden ernsten Humor und mit seiner Kunst, erstaunliche Fragen zu stellen, die für ihn immer wieder die Perspektive erweitern. Auch Coetzees Gedankenexperiment, sich die Welt ohne sich selbst vorzustellen, hat Spiegel fasziniert. Sein Fazit: ein höchst anregender Briefwechsel.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.06.2014

Lothar Müller vermisst so manches in diesem Briefwechsel, den Paul Auster und J. M. Coetzee Sommer 2010 führten. Etwa konkrete Leseerfahrungen mit den Büchern des jeweils anderen. Dass hier nichts Konkretes zu erfahren ist, wie etwa bei Coetzees Lektüreerfahrung mit Philip Roth, kann Müller nicht ganz verstehen. Davon abgesehen jedoch vermittelt ihm die Korrespondenz Einsichten zur Analogie von Sport und Schreiben, zur Beckett-Liebe beider Autoren sowie in allerhand weiterer Themen und die Perspektive der Briefeschreiber darauf: die Finanzkrise, das Altern, Israels Politik etc. Reizvoll findet Müller hier nicht zuletzt das bunte Nebeneinander.

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