Lange bevor Auster mit seinen Romanen international berühmt wurde, veröffentlichte er einen Gedichtband. Hier liegt er nun in deutscher Übersetzung vor.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.10.2001
Schön ironisch macht sich Andreas Rosenfelder über die frühen Gedichte von Paul Auster her: "Das ist Lyrik, keine Frage", bekundet er gleich im ersten Satz seiner Rezension. Denn die Worte Austers haben Gewicht, sind erdenschwer, und seine Gedichte nach Rosenfelders Meinung schlichtweg überladen. Das liegt daran, meint der Rezensent, dass sich Auster eine Schubkarre poetologischen Urgesteins geschnappt und dieses archaisch anmutende Vokabular nach dem Baukastenprinzip über die Wortfelder gestreut hat . Nacht, Sterne, einsam, Erde, feucht, warm - so lauten die Schlüsselwörter aus der Zeit des "armen Poeten", denn ein Großteil der Gedichte entstand in Frankreich, wo sich der damals unbekannte Autor mehr schlecht als recht durchs Leben schlug. "Soviel Kontakt zwischen Sein und Sprache war selten", merkt Rosenfelder sarkastisch dazu an. Hinweise auf die narrative Kraft des Autors in späterer Zeit ergäben sich kaum. Für den Rezensenten gehören die Gedichte dorthin, wo sie Jahrzehnte lagen: in die Schublade.
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