In seinem neuen Buch nimmt Paul Krugman die gängigsten Irrtümer rund um die Wirtschaft ins Visier. Mit Witz und Ironie entlarvt er Politiker und Intellektuelle als Möchtegern- Experten, denen wir die Debatte so wichtiger Themen wie Arbeitsmarktprobleme, Weltfinanzordnung und Wohlstandsgefälle nicht vorbehaltslos überlassen sollten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.05.2000
Keine rechte Begeisterung mag bei Thomas Hübner bei diesem Band aufzukommen. Zwar scheint er dem Autor in manchen Punkten Recht zu geben, etwa da, wo Krugman darauf hinweist, dass das Problem des Arbeitsplatzverlustes bisweilen stärker im Fokus des Interesses (beipsielweise der Medien) steht, als die Neuschaffung, gerade im Dienstleistungssektor. Hübner stört sich jedoch daran, dass es dem Autor eher um provokante "Spitzen" zu gehen scheint und dabei schlagkräftige Gegenargumente oder wesentliche ergänzende Aspekte unberücksichtigt lässt. Als Beispiel dafür nennt er, dass Krugman bei seiner Ausführungen über das amerikanische Jobwunder nicht anspricht, dass viele dieser Jobs im Niedriglohnbereich anzusiedeln sind. Interessant findet er Krugmans Ansichten über die "Macht von Fonds-Spekulationen" oder die "Bedeutung von Währungskrisen". Allerdings dürfe der Leser dies nicht überbewerten, da eine "ausgewogene Meinungsbildung" anhand dieses Buches kaum möglich sei.
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