Mit 4 Abbildungen und einem Geleitwort von Christian Meier. Aus dem Französischen von Ursula Blank-Sangmeister. Was hat es mit den antiken Göttern auf sich? Man betete zu ihnen, brachte ihnen Opfer dar, verehrte sie, hoffte auf ihren Beistand und sagte ihnen gleichwohl alles Mögliche Schlechte nach: Betrug, Ehebruch, Eifersucht, Willkür. Verband man Hoffnungen mit ihnen? Liebte man sie? Der französische Althistoriker Paul Veyne beschreibt die heidnische Religion der Antike ganz anders als in üblichen Handbuchdarstellungen, frisch und faszinierend: er fragt nach der ganzen Vielfalt des Sich-Verhaltens gegenüber den Göttern in der Gesellschaft des alten Griechenland und Rom, denn Religion ist für ihn das, was Menschen glauben.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.11.2008
Überaus eingenommen zeigt sich der hier rezensierende, an den Uni Tübingen lehrende Althistoriker Mischa Meier von Paul Veynes Buch über Kult, Frömmigkeit und Moral bei den Griechen und Römern. Er schätzt den französischen Althistoriker und Sozialwissenschaftler für seine direkte Art, die Grundlinien der antiken Religionsgeschichte kurz und bündig darzustellen, klare Thesen zu präsentieren und auch Einwände von Fachkollegen nicht zu fürchten. So lobt Meier vorliegendes Werk als "originelle, gelehrte und sehr unterhaltsame Einführung" in die zentralen Themen der antiken Religionsgeschichte. Auch wenn er nicht immer mit Veynes sozialwissenschaftlicher beziehungsweise strukturgeschichtlicher Ausrichtung einverstanden ist und einige neuere Forschungsergebnisse vermisst, hat er das Buch mit großen Gewinn gelesen. Angetan ist er besonders von der Schilderung des religiösen Alltags in der Antike. Sein besonders Interesse gilt aber Veynes bisweilen provozierenden Ausführungen über den Zusammenhang zwischen Religion und Moral im Altertum.
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