Natalie Haynes nimmt uns mit in die Welt der griechischen Mythologie, zu den Göttinnen des Olymps. Missverständnisse und falsche Darstellungen in Kunst, Literatur und Popkultur verzerren unseren Blick, doch mit diesem Buch sehen wir Frauenfiguren, die wir schon zu kennen meinen, plötzlich in einem ganz neuen Licht. So ist Athene die Göttin des Krieges, wird aber auch für ihren weisen Rat geschätzt. Aphrodite ist die schönste aller Göttinnen, hat jedoch eine rachsüchtige Seite und bestraft jeden hart, der ihr missfällt. Und die drei Furien, die meist auf blutige Vergeltung aus sind, lehren uns überraschenderweise viel über das heutige Leben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.01.2025
Rezensent Uwe Walter ist begeistert von Natalie Haynes' Werk, das alten griechischen Göttinnen neues Leben einhaucht. Mit viel Sprachgewandtheit verbindet Haynes philologische Präzision, persönliche Einsichten und humorvolle Popkultur-Referenzen, schwärmt der Kritiker. Jedes Kapitel widmet sich einer Göttin wie Hera, Aphrodite oder Athene und zeigt ihre Stärken, Schwächen und die patriarchalen Strukturen, die sie überwanden oder ertrugen, lesen wir. Haynes gelingt es, so Walter, komplexe Mythen frisch und modern zu erzählen, ohne deren Tiefe zu verlieren. Besonders lobt Walter, wie die Autorin das Göttliche mit dem Alltäglichen verbindet, zu Beispiel Hestia als Symbol für Wärme und Geborgenheit. Die originellen Analysen und pointierten Kommentare, etwa über die 'Venus pudica' oder Ovids Rat an die göttliche Läuferin Atalante, "vor der Benutzung durch einen Ehemann" wegzulaufen, faszinieren den Kritiker zugleich. Dieses Buch ist eine leidenschaftliche Einladung, die klassischen Mythen mit neuen Augen zu sehen - klug, humorvoll und 'unwiderstehlich', meint der glückliche Kritiker.
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