Pedro A. Sanjuan

Die UN-Gang

Über Korruption, Spionage, Antisemitismus, Inkompetenz und islamischen Extremismus in der Zentrale der Vereinten Nationen
Cover: Die UN-Gang
zu Klampen Verlag, Springe 2006
ISBN 9783934920927
Gebunden, 207 Seiten, 19,80 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Thomas Laugstien. Erfahrungsbericht eines Insiders. Als Pedro Sanjuan 1984, soeben zum Direktor für Politische Angelegenheiten ernannt, sein neues Büro in der UN-Zentrale betrat, ahnte er nicht, dass er hier nicht nur das Zentrum der sowjetischen Spionage in den USA entdecken sollte. Die hehre Weltorganisation entpuppte sich zunehmend als unkontrollierbarer Sumpf: Antisemitismus auf allen Ebenen, Nepotismus, Schlendrian, Drogenhandel, Waffenschieberei, Inkompetenz und islamischer Extremismus: Die Liste der institutionellen Verfehlungen ist ebenso lang wie unglaublich. Seine Erinnerungen an "Die UN-Gang" zerstören viele Illusionen über eine Weltorganisation, bei der humanitärer Anspruch und institutionelle Wirklichkeit weit auseinanderklaffen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.02.2007

Chance verpasst, meint Cornelius Janzen. Seine Enttäuschung über die zwar unterhaltsame, doch eher polemisch und oberflächlich gehaltene Breitseite des langjährigen amerikanischen UN-Mitarbeiters Pedro A. Sanjuan gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber ist profund. Sanjuans Insiderbericht über Drogen- und Waffenhandel und Antisemitismus in den UN-Headquarters lässt ihn kalt, weil er den Eindruck hat, sie dienen vor allem dazu, Sanjuans Unbestechlichkeit und blitzsaubere eigene Karriere hervorzuheben. Sachliche Analyse und Kritik oder Reformvorschläge für die lecke UNO sucht Janzen dagegen verweifelt, aber vergeblich. Bedarf daran sieht nämlich auch er jede Menge.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.08.2006

Wir müssen uns Pedro A. Sanjuan als einen schlecht erzogenen, "egomanischen" und zutiefst in seiner Eitelkeit gekränkten Menschen vorstellen, erklärt Rezensent Wilfried von Bredow seinen Eindruck des Buches. Der Autor sei zwar wohl tatsächlich ein Insider des UN-Betriebs gewesen, doch habe er die Chance nicht genutzt, seine Kritik von Korruption, Inkompetenz etc. auch durch Analysen und Erklärungen zu fundieren. So bleibe nur ein ungeordnetes "Puzzle" an Vorwürfen beispielsweise zu einem grassierenden Antisemitismus in der UN. Wie die UN möglicherweise besser und effizienter arbeiten könne, so der Rezensent, darüber erfahre man leider fast nichts. Wohl aber, warum das frühere amerikanische Außenministerium Pedro A. Sanjuan durch Missachtung gekränkt habe.

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