Aus dem Schwedischen von Birgitta Kicherer. Und was kommt dann? möchten nicht nur Kinder wissen, wenn es um den Tod geht. Pernilla Stalfelt nähert sich dem Thema auf gleichermaßen eigenwillige wie kindernahe Weise: Sie erklärt erst einmal, wer alles sterben muss: Blumen und Marienkäfer genauso wie Erwin und Klein-Bobo. Und dass Fische ihre Augen nie zumachen, selbst wenn sie tot sind.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.11.2000
Cornelius Hafner ist äußerst angetan von diesem Kinderbuch, und er empfiehlt es allen Eltern, die ihren Kindern das schwierige Thema Tod erklären wollen. Er findet die Mischung von ernsten und komischen Betrachtungen sehr gelungen und lobt das Ineinandergreifen von Bildern und Text, das Wissen vermittelt und sich wechselseitig erklärt. Die schwedische Autorin und Grafikerin lasse "keine beklemmende Feierlichkeit aufkommen" und stelle sich trotzdem dem Thema, indem sie mit kindlich anmutender Unbefangenheit "Phänomene bestaunt", die bei Erwachsenen gewöhnlich Stummheit auslösen, so der Rezensent begeistert. Er findet das Buch "berührend" ohne ins Pathetische abzugleiten und gerät über die "Leichtigkeit" der Einfälle ins Schmunzeln.
Die Autorin ist Museumspädagogin, teilt Heinke Kilian mit; ihr Buch nimmt sich der Frage "Was kommt nach dem Tod" auf allgemeine Weise an, indem Stalfelt alle Antworten, die ihr in ihrer Arbeit mit Kindern begegnet sind, aufgeschrieben hat, erzählt Kilian weiter. Die Autorin habe sich aber darüber hinaus auch in anderen Kulturen und Religionen umgeschaut und von den Naturvölkern inspirieren lassen, bei denen der Tod allgegenwärtig ist, die Toten zum Alltag dazu gehören. Kilian findet dieses Buch "heiter stimmend", tröstend und mit Erklärungen versehen, die auch Kinder nachvollziehen können. Stalfelts Bemühungen zielten darauf ab, den Tod ins Leben zu integrieren, der sich sonst unsichtbar hinter Klinikmauern vollziehe oder in Nachrichten, Fernsehbildern, Unfallmeldungen omnipräsent sei, ohne für die Kinder greifbar oder sichtbar zu sein. "Der Tod ... möchte das Buch sagen", schreibt Kilian, "gehört zum Leben dazu".
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