Aus dem Englischen von Astrid von dem Borne. Mit Illustrationen von Victor Ambrus. Madatan (keltisch: kleiner Fuchs) ist die wechselvolle Lebensgeschichte eines Kelten von der Westküste Englands. Von einem Tag auf den anderen wird er aus seiner Welt gerissen. Er findet sich als Gefangener auf einem Wikingerschiff wieder, inmitten der Norweger, die seine Heimatsiedlung überfallen haben. Obwohl jung und schmächtig, weiß sich der Junge doch unter den Nordländern Respekt zu verschaffen. Er ist interessiert und flexibel, lernt die Sprache der Norweger und fühlt sich, inzwischen auf Orkney, bei ihnen fast heimisch. Aber die großen Stationen liegen noch vor ihm: Seine Begegnung mit dem Christentum, mit mönchischer Strenge und Gelehrsamkeit und mit den Kämpfen um die Macht in England. Er erleidet Unrecht und wird an anderen schuldig, zweifelt zutiefst an Gott.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.12.2000
Der bereits 1974 im Original erschienen Roman spielt im 8. Jahrhundert und erzählt die Geschichte des Keltenjungen Madatan, genannt Madaah, der Fuchs, der von den Wikingern entführt und bald als Magier verehrt wird, ins christliche York und Kirchenintrigen gelangt, sicht furchtbar rächt, unter anderem, indem er die Bibliothek von York anzündet und dann als Bandenführer mordend durch die Gegend zieht. Es endet dann aber doch, dank der Begegnung mit einem Eremiten, erbaulich, die "zutiefst christliche Botschaft" ist dem Rezensenten Matthias Kuhn nicht entgangen, er lobt es aber auch dafür, dass es seinem Leser mit seinen "teils grausamen und verstörenden Bildern" einiges abverlangt.
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