Aufstieg und Niedergang der lohnabhängigen Klasse: Vom rebellischen Vierten Stand, über eine Gewerkschaftsbewegung und einige Arbeiterparteien, zur politischen Emanzipation, zur modernen Organisation nützlicher Armut, zur selbstbewussten Anpassung an den Reformbedarf von Nation und Kapital.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 02.12.2002
Allein schon den Titel dieses Buchs von Peter Decker und Konrad Hecker werden viele als "Provokation" aufnehmen, ist Malcolm H. Dunn sicher, denn die Zeit der Proletarier ist eigentlich längst abgelaufen, meint der Rezensent. Die Autoren räumen in ihrer historischen Untersuchung zwar ein, berichtet der Rezensent, dass sich der Lebensstandard für viele Lohnarbeiter deutlich verbessert habe, trotzdem aber sei der Widerspruch zwischen Arbeit und Kapital keineswegs aufgehoben. Auch mit dem Sozialstaat gingen sie daher hart ins Gericht, denn schließlich trage auch er zur Reproduktion des Kapitalismus bei. Die gleichermaßen radikale wie einseitige "linke Kritik" der Autoren erzeuge, so Dunn, viel Unmut, sei aber gerade deswegen "lesenswert", auch für diejenigen, die die Ansichten von Decker und Hecker ablehnen, meint der Rezensent.
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