Peter Licht

Lob der Realität

Cover: Lob der Realität
Blumenbar Verlag, Berlin 2014
ISBN 9783351050160
Gebunden, 240 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Wo die Realität regiert, hat das Absurde Konjunktur. Leicht oder auch stärker derangierte "Ichs" bevölkern die Welt von PeterLicht und er webt aus ihren Stimmen euphorisch melancholische Gesänge, kaskadenhafte Monologe und unerbittliche Zwiegespräche. PeterLichts Texte beginnen dort, wo der Sinn brüchig wird, wo Werte nur im Zusammenhang mit Recycling gedacht werden und der Wind durch die Blätter pfeift. Das Einzigartige ist, ihm gelingt dieses Vexierbild vom Zustand unserer Welt in der Form des Lobes. Als Lob der Realität. Und wer wollte nicht mal gern ausführlich gelobt werden?

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 27.11.2014

Peter Licht kann einem angenehm unangenehm werden, wenn man ihm die bittere Ironie einer Gesellschaftskritik im Wohlfühlformat auch noch zugesteht, weiß Florian Kessler; ob Peter Licht letztendlich harmlos ist, entscheidet sich dann daran, wo das Augenzwinkern einsetzt, erklärt der Rezensent. Und genau das ist bei den Live-Auftritten leichter zu beurteilen, findet Kessler, in Buchform läuft sein "Lob der Realität" Gefahr, ernst gemeintes Kaffeetisch-Dekor zu werden, die Pointe müsste dann anderswo gefeiert werden, so der Rezensent. Vielleicht sind die Fans von Peter Licht nicht unbedingt diejenigen, die ihn am besten verstehen, vermutet Kessler.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.11.2014

Klingt nur verrückt, ist es aber gar nicht, meint Jan Wiele zu Peter Lichts Sponti-Spruch-Vademecum, äh, Liedtextsammlung, äh, ernstzunehmender Reflexionsprosa á la Carl Einstein. Aperçus wie "Good Cop, Bad Cop, Doofkopp" findet der Rezensent durchaus amüsant. Ganz einig ist er sich nicht, worum es sich denn handelt, aber den Wechsel zwischen ernster Kritik am Buchmarkt und boshaftem Sarkasmus wirklich allem gegenüber, den der Autor hier praktiziert, lässt sich Wiele gefallen, zumal Licht immer wieder Beschreibungen liefert wie von Doderer.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 31.10.2014

Auch wenn Peter Licht eher "gefühlte Systemkritik" betreibt, auch wenn sicherlich nicht jeder seiner Texte in der Prosa- und Gedichtsammlung "Lob der Realität" große Kunst ist, Christopher Schmidt kann Licht etwas abgewinnen, lustig sei er, vor allem seiner Wortschöpfungen wegen, auf denen er nicht unnötig herumreite. Peter Licht ist ein etwas verpeilter "Luftgitarrist des leeren Lebensgefühls", der "Wellness für den Weltschmerz" liefert, fasst der Rezensent zusammen. Und dafür weiß Licht die "Reibung zwischen defekter Funktionssprache und romantischer Sehnsucht" gekonnt in Szene zu setzen, lobt Schmidt.
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