Archiv Peter Piller, herausgegeben von Christoph Keller. 310 farbige Abbildungen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 20.10.2004
80 Lokalzeitungen soll Peter Piller, von Ulf Erdmann Ziegler als "Konzeptkünstler von Herzen" vorgestellt, abonniert haben, um sie nach Fotos und Bildunterschriften zu durchforsten. In seiner unermüdlichen Suche nach Bildmaterial ist Piller offensichtlich auf ein Archiv kommerzieller Anbieter gestoßen, die in den Jahren 1979 bis 1983 bundesweit deutsche Einfamilienhäuser für potentielle Käufer aus der Luft aufgenommen haben; Piller habe die Aufnahmen, Negative wie Positive, nach Motivgruppen geordnet, erklärt Ziegler, eine Anordnung, die seines Erachtens das Material ins Humoristische, ins Satirische wendet. Ziegler kommt zu der Feststellung, die Deutschen hätten Monsterhäuser gebaut, viel zu groß für die kleinen Grundstücke. Allerdings überkommen ihn beinahe nostalgische Gefühle, wenn er die Bilder mit den Häusern ohne Satellitenschüsseln oder weiße Plastikzelte in Gärten betrachtet. So heiter die Aufnahmen auf den. ersten Blick wirken, lauert dahinter, schreibt Ziegler, stets "ein Gout für das Ungeheuerliche". Die Originale, folgt ein Hinweis Zieglers, seien bis 30. Januar 2005 noch im Museum für Gegenwartskunst in Siegen zu sehen.
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