Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 08.12.2001
Besonders begeistert ist der Rezensent mit dem Kürzel mlo nicht von Peter Roseis Reisenotizen, dazu fehlt ihm einfach der Sinnzusammenhang dieser Impressionen, das Ganze ist ihm zu beliebig. Der Autor lässt seine Leser nicht wissen, was ihn den jeweils in die Orte geführt hat, die er beschreibt und wo er sich gerne als "weltmüder Weltenbummler" inszeniert. "So ein hohes Abstraktionsniveau, das solche Informationen entbehrlich erscheinen" entwickeln Roseis Impressionen nämlich nach des Rezensenten Meinung nicht. Deswegen bleibt ein Eindruck von Ziellosigkeit, der sich auch nicht verliert, wenn der Autor plötzlich, wie er es in seinen Aufzeichnungen manchmal tut, voll "expressionistischen Esprits" irgendwelche Gefahrenszenarien beschreibt.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in…